The British Shop Outfit Frühjahr 2026: Zwei neue Frühjahrs-Looks

Leinensakko, Pink und britische Klassik: Unsere Looks für die neue Saison

The British Shop Outfit Frühjahr 2026 – das bedeutet klassische britische Mode zwischen Tweed, Strick und überraschenden Farbakzenten.

Mit dem Wetter ist es dieses Jahr kompliziert. Voll Vorfreude auf das Frühjahr haben wir den neuen Katalog von The British Shop durchgeblättert, Kleidung gesucht und bestellt. Und dann hört es einfach nicht auf zu schneien.

Das hat uns aber nicht daran gehindert, die beiden Looks ins Bild zu setzen. In einem Ambiente mit skandinavischen Mid-Century-Möbeln und einigen Antiquitäten aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Fotos im Innenraum haben auch stilistisch viel für sich. Man sieht die Kleidung in einem Rahmen, in dem sie später auch wirken müssen. Wir leben ja nicht nur auf der Straße, in Cafés oder Restaurants. Wohnungen sind eigentlich die wichtigste Bühne für unsere Garderobe. Auch unter dem Aspekt „Home Office“.

Trotz Tweed, Strick und Steppjacken. Trotz Kamin-Kuscheligkeit und der britischen Expertise für Schmuddelwetter: The British Shop kann auch Frühjahr. Das sieht man bei diesen Outfits. Die Palette der beiden Looks umfasst Marine- und Himmelblau. Beige, Bordeaux und Grün, „the new navy“.

Inhalt

  • Outfit 1: Polo, Leinensakko und leichte Jacke
  • Stylingfragen rund um das Poloshirt
  • Outfit 2: Pink und britische Tradition
  • Farben, Holz und Natur
  • Zwei Looks für das Frühjahr

Outfit 1: Leichtigkeit in Forest Green und Old Red

Für das erste Outfit des The British Shop Frühjahr 2026 haben wir das weinrote Polo „Old Red“ aus Baumwollpikee von Chester Jefferies ausgewählt. Dazu eine sehr leichte, dunkelblaue Hose aus Baumwolle mit ein wenig Elasthan und ein ungefüttertes Leinensakko in „Forest Green“ von Charles Robertson.

Ergänzt wird diese Kombination durch eine leichte, moderne Jacke von Barbour gegen Regen und Wind des Frühjahrs. Auch an kühleren Sommerabenden oder beim Urlaub an der See würde sie gute Dienste leisten. Gewachste Baumwolle ist selbst in der leichten Ausführung irgendwie zu schwer, wenn man sie über ein derart leichtes Sakko zieht.


Stylingfragen: Kragen hoch oder nicht?

Beim Poloshirt stellen sich beim Styling zwei Fragen: Kragen oben zugeknöpft? Über dem Sakkokragen oder innen drin? Gar nicht so leicht zu beantworten. Und wenn die Sonne rauskommt und das leichte Sakko auch noch zu warm ist, dann kommt noch die dritte Frage hinzu: Darf man den Kragen des Poloshirts hochklappen?

Manch einer mokiert sich über diesen Look. Dabei hat er, wie fast alles im klassischen Bereich, einen sinnvollen Ursprung. Der Dresscode der Golfspieler schreibt Hemden mit Kragen vor. T-Shirts fallen da raus, Polos sind dagegen optimal. Und wenn die Sonne richtig brennt, schützt der hochgestellte Kragen den Nacken vor Sonnenbrand. Was auch Segler und andere Sportler zu schätzen wissen.

Das Polohemd ist – unter dem Sakko getragen und trotz kurzer Ärmel – durchaus tauglich als Business-Casual-Basic. So haben wir es bei den Fotos inszeniert. Wer mag, könnte den Look mit einem Seidenhalstuch oder einem Baumwoll-Bandana etwas förmlicher stylen. Wir haben darauf verzichtet. Das Sakko ist hinreichend förmlich, zumal mit einer dunkelblauen Baumwollhose.

Outfit 2: Pink und britische Souveränität

Das zweite Outfit des The British Shop Outfit Frühjahr 2026 hat einen Star: den Sommerpullover in frischem Pink, gestrickt aus Kaschmir- und Leinengarn beim schottischen Traditionshersteller William Lockie.

Die Farbe hat uns im Katalog sofort angestrahlt – und noch mehr, als wir ihn aus dem Paket geholt haben. Es soll immer noch Männer geben, die vor Pink zurückschrecken. So klassisch mein Look seit Studententagen auch war, so sehr habe ich immer Pink gemocht.

Ich habe viele Jahre im Rheinland gewohnt, genauer gesagt in der Voreifel. Wochenendausflüge nach Maastricht standen im Sommer regelmäßig auf dem Programm. Und jedes Mal, wenn ich von meinem Platz im Straßencafé die Passanten beobachtet habe, fielen mir blonde oder weißhaarige Niederländer mit pinkem Pullover auf. Auch Briten, wenn sie denn klassisch gekleidet sind, lieben diese Farbe. Es braucht nur ein bisschen Mut.

Als Partner für den Pullover haben wir ein hellblaues Buttondown-Hemd von Hackett ausgesucht, eine Chino aus leichter Baumwolle mit einer Spur Elasthan von Charles Robertson und ein dunkelblaues „Country-Jacket“ mit vier aufgesetzten Taschen. Es ist in Essex genäht bei London Tradition aus Baumwollstoff der legendären Weberei Brisbane Moss – also ein komplett britisches Erzeugnis.

Damit waren bei diesem zweiten Look viele Grundfarben des zeitlosen Weekend-Stils beisammen: Marine, Hellblau und Beige. Die drei sind aber nur der Hintergrund, vor dem die Hauptfarbe, das sportlich-frische Pink, richtig wirken darf.

Farben, Holz und Natur

Der Zusammenklang der verschiedenen Holztöne mit dem zweiten Outfit hat uns noch besser gefallen, als wir die Fotos nach dem Fototermin am Bildschirm studiert haben.

Oft wird gefragt, wieso Pink, Hellblau und Marine, aber auch leuchtendes Rot, Hellgrün oder Gelb so gut mit den nuancenreichen Farben von Holz harmonieren. Die Antwort findet sich in der Natur. Dort stehen die leuchtenden Blüten auf frischem Gras, vor den vielfältigen Grüntönen der Blätter und dem Blau des Himmels. Diese Harmonie findet sich auch im zweiten Look wieder.

Zwei Outfits für das Frühjahr 2026

Zwei Outfits, zwei Optionen für das Frühjahr 2026. Und natürlich sind alle Teile der beiden Kombinationen auch anders kombinierbar. Das grüne Sakko würde z. B. auch gut mit der Hose in Marineblau aussehen, genauso wie der Pullover.

Klassische Mode ist zeitlos und vielseitig. Und damit im besten Sinne eine langfristige Investition.