Detlev Diehm führt seine Bespoke-Schneiderei in München-Untermenzing, eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt. Nach Stationen bei Valentino Couture Uomo und Hugo Boss und 20 Jahren als Creative Director bei Regent kehrte er 2016 zur Maßschneiderei zurück.
Anzeige: Zwei Frühjahrslooks mit Stücken aus dem Katalog von The British Shop. Leinensakko von Charles Robertson, Polo von Chester Jefferies in Weinrot, Kaschmir-Leinen-Pullover von William Lockie und ein Country Jacket von London Tradition aus Brisbane-Moss-Stoff.
Christoph Renner verbindet bei Franz Gustav Schuhe klassische Formen mit Macharten wie Blake und Overflex. Im Interview erklärt der Gründer seine „progressive Klassik“ und warum Anziehen Vorfreude und Ausziehen ein Lächeln auslösen soll.
Erik Martin Lawart fertigt in seiner Prager Wohnung Maßschuhe komplett von Hand, Autodidakt seit 1995, jeder Leisten selbst aus Holz gesägt. Kein Schaufenster, kein Laden. Von der Bestellung bis zum ersten Paar vergehen rund neun Monate.
Oliver Zaurins, Jahrgang 1969, führt seit 2006 seine Maßschneiderei in der Hamburger Rathausstraße 12. Über 10.000 Anzüge, gelernt bei Georg Meinhold, Meisterprüfung 1997 in Düsseldorf. Bespoke und Maßkonfektion ohne Hausstil, der Kunde wählt die Tradition.
Der amerikanische Baumwollanzug, der neapolitanische Leinenanzug von Rubinacci, der gestreifte Seersucker: Bernhard Roetzel stellt die Klassiker des Sommeranzugs vor, jeweils mit Schnitt, Stoff und Tragesituation.
22 Jahre alte Bootsschuhe von Timberland, bei Christian Kerber fotografiert im Jahr 2003, fast jeden Sommer barfuß getragen. Bernhard Roetzel lässt sie bei der Berliner Schuhmacherei Pöschk neu besohlen und prüft, was eine fachmännische Reparatur kostet und bringt.
Bernhard Roetzel über sein blaues Baumwollsakko von Ed.Meier München, gekauft im Frühsommer am Standort an der Brienner Straße. Bewegungsfalten hinter den Ärmeln, zuknöpfbarer Kragen, Mittelschlitz: ein Lieblingsstück aus dem ältesten Schuhhaus Deutschlands.
Wie geht es einem Maßschuhmacher in der Krise? Bernhard Roetzel besucht den Berliner Schuhmacher Korbinian Ludwig Heß während der Pandemie und sieht drei neue Paare, darunter Modelle aus Cordovan.
Simon Wegmann aus Frankfurt vertreibt mit Wayman Bespoke Maßschuhe online, ohne physische Anprobe. Im Interview erläutert er, wie der Kunde selbst Maß nimmt und wie der Probierschuh dann den Weg zurück findet.
Peter Eduard Meier führt mit seiner Schwester Brigitte das 1596 gegründete Münchener Traditionshaus Ed.Meier. Im Interview spricht er über Hausverstand, die Folgen der Pandemie und ein neues Biedermeier.
Morjas aus Schweden bietet rahmengenähte Schuhe ab 229 Euro, gefertigt in Spanien, Direktvertrieb ohne Einzelhandel. Bernhard Roetzel rezensiert einen Blucher und bewertet, was man unter 300 Euro an rahmengenähter Qualität wirklich bekommt.
Der Buttondown-Kragen heißt eigentlich Polo Collar und wurde 1869 von Brooks Brothers lanciert. Bernhard Roetzel rezensiert ein Hemd aus dem Pariser Atelier Besnard und erklärt, warum der Kragen die Krawatte braucht.
Bernhard Roetzel sah die Tebajacke erstmals 1987 in Barcelona an gut gekleideten Herren, später wieder in Cádiz. Eine Rezension der spanischen Jacke, die wie einst Tweedsakko und Pennyloafer gerade weltweit Anhänger findet.