Helmut Keul fing mit 17 Jahren an, seine eigene Unterwäsche zu nähen. Heute näht er unter dem Label Lamb & Shadow Boxershorts aus italienischen Albini-Stoffen. Im Interview über Maßhemden-Vergleiche, Schnittfragen und das, was gute Boxershorts ausmacht.
Anna Falkenhagen gründete den Hamburger Hutladen 1916 in der Schanzenstraße. Heute führen ihre Urenkel Sabine und Jens Falkenhagen das Geschäft in vierter Generation in der Schauenburger Straße, nur ein paar Minuten vom Rathaus entfernt.
Luigi Wollisch gründete 1926 in Mailand die Krawattenmanufaktur Petronius, benannt nach Neros Schiedsrichter in Geschmacksfragen. Seine Töchter Gigliola und Simona führen sie weiter und nähen Krawatten, Foulards und Einstecktücher von Hand.
Die Fabbrica Ombrelli Maglia ist die letzte Schirmmanufaktur in Mailand. Francesco Maglia, Neffe des langjährigen Markengesichts Chino Maglia, führt sie seit 2019 in der sechsten Generation und setzt auf Stoffe vom Comer See.
Benedikt Fries hat das Krawattenlabel Shibumi vor elf Jahren als Online-Shop gegründet. Im Berliner Interview erklärt er das japanische Ästhetikkonzept hinter dem Namen und seine persönliche Bespoke-Philosophie.
In der Berliner Auerbach-Manufaktur näht Jan-Henrik Scheper-Stuke eine Krawatte nach Maß in 30 Minuten. Bernhard Roetzel sieht beim Zuschnitt zu und erklärt, warum Maßkrawatten meist aus Maß- und nicht Stoffgründen entstehen.
Maurice Bock fertigt unter dem Label Siegmund & Fritz Taschen und Lederwaren einzeln nach Wunsch. Bernhard Roetzel trifft den norddeutschen Manufakturisten in Mecklenburg-Vorpommern und erlebt, wie aus einem Werkstattbesuch ein Auftrag entstehen kann.
James Bond trug bei Ian Fleming eine dunkelblaue Grenadinekrawatte, Sergio Loro Piana füllte seinen Drake's-Stand mit blauen Bindern. Bernhard Roetzel über die blaue Krawatte als Klassiker zwischen Marineuniform und norditalienischem Businessstil.
Seide, Wolle, Kaschmir, Vikunja, Leinen, gewirkt oder gewebt: Bernhard Roetzel sortiert die wichtigsten Krawattentypen nach Material und Aussehen, illustriert mit Stücken aus seiner eigenen Garderobe.
Rainer Schechinger fertigt seine Hüte aus Biberfilz von Hand und versammelt damit eine eigene Fangemeinde, die so begeistert fachsimpelt wie Schuhfans über Einstechnaht. Im Interview über Handarbeit und Hutkultur.
Jan-Henrik Scheper-Stuke, einst Geschäftsführer von Edsor Berlin, baute mit Günther H. Stelly nach dessen Verkauf das neue Krawattenlabel Auerbach Berlin auf, benannt nach einem jüdischen Berliner Unternehmer. Heute betreibt Auerbach elf Standorte deutschlandweit.
Bis in die 1950er war der Hut für Männer Pflicht, in den 1960ern wurde er zum Symbol der älteren Generation. Bernhard Roetzel über Geschichte, Modelle und Tragesituationen des Herrenhuts heute.












