Doppelreihiger Blazer von Michael Possanner in Wien. Bernhard Roetzel erinnert sich an seinen ersten Bespoke-Blazer 1998 bei Heinz-Josef Radermacher in Düsseldorf und erklärt, warum Hopsack, Serge oder Fresko zum Marineblazer passen, Flanell aber nicht.
Bespoke
Alessandro Siniscalchi in Mailand kennt keine feste Zahl von Anproben. Bernhard Roetzel besucht das versteckt im Hinterhof gelegene Atelier während des Trofeo Arbiter 2020 und lässt sich vermessen für sein erstes Hemd aus dieser Mailänder Werkstatt.
Der Brite Simon Skottowe führt sein Maßatelier in Budapest und trifft seine Wiener Kundschaft regelmäßig in der Stoffhandlung Jungmann & Neffe. Bernhard Roetzel besucht ihn in Ungarn und hält am Abend einen Vortrag über Bespoke-Kultur.
Marc Anthony arbeitet seit 1996 als Maßausstatter in Hamburg-Bahrenfeld, im Backsteinbau des ehemaligen Gaswerks. Bernhard Roetzel besucht ihn im Atelier, das ohne Schaufenster auskommt und dessen Kunden so wenig Aufhebens machen wie der Inhaber selbst.
Am 27. August 2020 hielt Bernhard Roetzel bei Salon Hartl in Prag einen Sartorial Talk über Bespoke-Kultur und die erste Bestellung beim Schneider. Bericht von einem Abend mit Antipasti, gedruckten Einladungen und Zdeněk Hartls Atelier als Bühne.
Bernhard Roetzel hat sein erstes Hemd bei Campe & Ohff bestellt, aus Alumo-Stoff aus Appenzell, vermessen in Hamburg, abgeholt am Walter-Benjamin-Platz in Berlin. Tragebericht und Gespräch mit Hans-Henrik Ohff über die Arbeitsweise der Manufaktur.
Die erste Anprobe ist Spannung pur, für Kunde wie Schneider. Bernhard Roetzel begleitet eine Anprobe bei Markus Schnurr in einer Stuttgarter Wohnung und beschreibt, was passiert, wenn der halbfertige Anzug zum ersten Mal am Körper sitzt.
Bernhard Roetzel bestellt ein zweites Paar Maßschuhe bei Kay Gundlack in Parchim, diesmal in Grün statt Braun. Über bequeme Leisten, Stammkunden als Qualitätssignal und warum ein Maßschuhmacher mit treuen Wiederbestellern gefunden werden sollte.
Sakko, Anzug, Mantel oder Hose? Bernhard Roetzel rät beim ersten Maßauftrag zum Sakko, mit Argumenten zu Stoffwahl, Vielseitigkeit und der Frage, ob man wegen eines besonderen Anlasses zum Schneider geht oder weil eine Garderobenlücke gefüllt werden soll.
Max Vela, eigentlich Maximilian Segl, hat in der Einsteinstraße 111 in München einen klassischen Herrenausstatter mit Maßkonfektion aufgebaut. Im Atelier arbeitet auch Schuhmacher Fabian Zug, der dort als „Schuhmacher in Residence“ empfängt.
Renommiertes Haus oder günstiger Newcomer? Bernhard Roetzel erklärt, worauf Erstbesteller bei der Wahl des Maßschneiders achten sollten, warum Preise wenig über Qualität sagen und welche Rolle das Erscheinungsbild des Handwerkers spielt.
Moritz Kossytorz von Massura, dem Münchener Reiseschneider mit Bespoke aus Neapel, startet eine Konfektionslinie. Im Gespräch über italienische Handarbeit, hoch sitzende Hosen und den Versand neapolitanischer Eleganz nach München, Zürich oder Berlin.












